Montag, 15. September 2008

Die Türken und die Kartoffel

Für uns Deutsche ist die Stereotype vom deutschen Kartoffelfresser wohl schon etwas überholt. Zumindest ist die Kartoffel bei mir noch nie Hauptbestandteil einer jeden Mahlzeit gewesen.

Der wichtigste Bestandteil einer Mahlzeit der Türken ist: Brot. Morgens, Mittags, Abends, ohne Brot geht nichts. Bei jedem Abendessen darf dann auch der Reis nicht fehlen. 

In den letzten zwei Wochen hab ich festgestellt, dass die Türken auch eine ungewöhnliche Beziehung zur Kartoffel haben. Und ich hab glaub ich im letzten halben Jahr nicht soviel Kartoffeln gegessen wir hier in zwei Wochen.

Es gibt Gözleme mit Kartoffeln. Auf dem Dönner sind Pommes. Ein mit Käse überbackenes Sandwich kommt "amerikanli" daher, sprich neben Käse und Gemüse ist auch Kartoffelpüree oder Kartoffelsalat mit auf dem Sandwich! 

Und gibt es Abends zum Essen Hühnchen und Reis, besteht die Gemüsebeilage aus Bratkartoffeln. Für die Türken scheint die Kartoffel wohl irgendwie eine Art Gemüse-Ersatz zu sein. Irgendwie gewöhnungsbedürftig.

Hinzukommt, dass man sowieso alles durcheinander ist. Der Salat steht neben den süßen Pfannkuchen oder Tulumba auf dem Tisch. Eine Gabel Reis, ein Stück Brot, dann wieder ein Pfannkuchen und weiter mit Salat.

Also meine Geschmacksnerven kommen darauf irgendwie nicht klar. Hayat böyle.

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